Am 10. und 17. Januar lud die Burg-Kapelle zu den 69. Antoniuskonzerten in die Burghalle nach Hartenfels ein.

Für die beiden Abende hatte sich unser musikalischer Leiter Arnaud Meier einige Überraschungen für die Zuhörer einfallen lassen. Den Auftakt zu den Konzerten bildete nicht etwa eine Begrüßung im gesprochenen Wort, nein: Zu den Klängen von Trommeln und Flöten marschierten unsere 55 Musikerinnen und Musiker auf. Nach dem Platznehmen auf der Bühne präsentierten wir „The Royal Duke“ – noch ohne Dirigenten. Dieser betrat die Bühne zum zweiten Stück: Filmmusik aus dem Science-Fiction-Klassiker „Dune – Der Wüstenplanet“. Die Geschichte hierzu wurde, bereits musikalisch umrahmt, von unserer Flötistin Madlen Zimmer erzählt. Diese schlüpfte hierfür in die Rolle der Prinzessin und Tochter des Imperators. Weiter ging es mit „March Praise“, gefolgt von einem der Höhepunkte des Abends: „Tintin“, zu deutsch „Tim und Struppi“. In dem rund 13-minütigen Meisterwerk erzählt die Musik von den Abenteuern rund um den Sonnentempel. Im beschwingten „Baba Yetu“ wurde das Vaterunser in der Sprache Swahili vertont und „La Vie du Chateau“, komponiert von Arnaud Meier, erzählt die Geschichte einer Burg von Errichtung bis Ruine.
An den ersten Konzertteil schlossen sich die Darbietungen von Kids- und Jugendorchester an. Erstere präsentierten unter der Leitung von Line-Marie Schenkelberg zunächst den Choral „Dona nobis pacem“. Als Zugabe folgte im Kontrast dazu jedoch dann „Party Rock Anthem“. Das Jugendorchester mit ihrem Dirigenten Simon Dickopf begeisterte mit „Phoenix Overture“, „Music from Aladdin“ sowie als Zugabe „Superstition“ von Stevie Wonder.
Auch der zweite Teil des Hauptorchesters begann überraschend. Denn unsere Schlagzeuger und Bassisten fanden sich zwar auf der Bühne ein, das restliche Orchester jedoch verteilte sich an den Wänden des Saales rund um die Zuhörer herum. Arnaud Meier trat in die Mitte der Burghalle und „malte“ mit dem Orchester ein Klanggemälde in den Raum. Es folgte ein eindrucksvolles Queen-Medley sowie das kürzeste Stück des Abends: der Marsch aus der Oper “Die Liebe zu den drei Orangen”. Zu den ersten, noch ruhigen Takten von „Symphoman“ erzählte Arnaud Meier vom französischen Komponisten William Sheller. Den Abschluss des offiziellen Programms bildeten der Jazz-Standard „Feeling Good“ sowie Billy Joels „Root Beer Rag“. Den anhaltenden Zugaberufen kamen wir selbstverständlich gerne nach. Zunächst mit dem feurigen Walzer „Espana“. Beim „Werkstaking der Muzikanten“ traten unsere Musikerinnen und Musiker dann jedoch auf humorvolle Weise in den Streik und verließen während des Stückes nach und nach die Bühne. Zu guter Letzt stand nur noch einer auf seinem Podest: Unser Dirigent Arnaud, der augenzwinkernd feststellte: „Nun – ohne Musiker – fürchte ich, dass das Konzert vorbei ist.“
Wir danken allen, die mit ihrem Engagement zum Gelingen der beiden Abende beigetragen haben. Und natürlich allen Gästen, die wieder einmal dafür gesorgt haben, dass wir unsere Konzerte in einer voll besetzten Burghalle präsentieren durften.
























Nicht unerwähnt darf bleiben, dass im Rahmen des zweiten Konzertes noch Ehrungen von Landes- und Kreismusikverband vorgenommen wurden: Marie Groß wurde für zehn Jahre aktives Musizieren geehrt. Manfred Groß erhielt Urkunde und Ehrennadel für 30 Jahre. Mit dem Ehrenbrief des Landes wurden Christiane und Matthias Dickopf geehrt, die beide bereits seit 50 Jahren in der Blasmusik wirken. Gratulation und Anerkennung für euer Engagement!